Mehr zum Thema Webentwicklung

Webentwicklung wird oft auch Web-Engineering genannt.
Dieser Begriff bezeichnet die Entwicklung unterschiedlichster Webanwendungen, wie z.B. Portale, Shopping-Seiten (siehe auch E-Commerce) oder andere komplexe Websites. Dabei umfasst der Begriff nicht nur die Neuentwicklung, sondern auch die Fortentwicklung und Erweiterung bestehender Websites.

Die Ersteller und Entwickler von Webanwendungen werden auch Webentwickler genannt. Web Engineering benutzt Methoden aus der Softwaretechnik (auch Software Engineering) und erstreckt sich über den gesamten Lebenszyklus einer Anwendung. Zur Beschleunigung der Entwicklungszyklen werden häufig standardisierte ingenieursmäßige Prozesse benutzt, welche die Unterschiede zur klassischen Softwaretechnik berücksichtigen.

Webanwendungen sind in einigen Aspekten anders als klassische Software. Die Unterschiede liegen insbesondere in der Nutzung von Hypermedia-Dokumenten, welche gemeinsam mit dem Browser die Benutzerschnittstelle bilden. Dazu gehört auch die zugrunde liegende Netzwerk-Architektur mit Client/Server-Anwendungen, HTTP- bzw. TCP/IP-Protokoll und der Adressauflösung über das Domain Name System.
Auf der Seite der Benutzerschnittstelle, also des GUI (Graphic User Interface) liegt der Unterschied in der Navigation innerhalb der Anwendung und der Präsentation der Inhalte. 
Ein wesentlicher Unterschied liegt darin, dass im Internet ein dokumentenbasiertes oder systembasiertes Benutzermanagement nicht üblich ist und jede Anwendung selbst für eine sichere Benutzeridentifizierung sorgen muss – insofern sie nötig ist.

Die Gemeinsamkeit liegt darin, dass auch Webanwendungen Benutzermodelle zugrunde liegen und auch Web-Engineering die Einbeziehung der Wartung und Pflege der Software beinhaltet. 

Aus technischer Sicht zeichnen sich Webanwendungen durch das Zusammenspiel unterschiedlichster Techniken aus (bspw. HTTP,  PHP,  HTML,  CSS,  JavaScript, JavaXMLSQL u. a.), die clientseitig auf unterschiedlichsten Systemplattformen arbeiten müssen. 
Zusätzlich erweitert Web Engineering die klassische Modellierung um Modelle für die Navigation, die Präsentation und die Benutzerführung.
Für die grafische Notation der Modelle ist UML der Standard, allerdings für die Anforderungen des WWW entsprechend erweitert. Jedoch lassen sich mit UML trotzdem nicht alle Aspekte gut abbilden. So lässt sich das Präsentationsmodell nicht ohne weiteres abbilden und andere Mittel wie bspw. Storyboards müssen genutzt werden.
Jeder der Webseiten erstellt kommt nicht umher, sich mit technischen Grundlagen näher zu beschäftigen. Hier kurz einige wichtige Begriffe: 
(Sollte jemand Interesse an genaueren Informationen und Hintergrundgeschichten haben, wird er sicher im WWW fündig).  
 
HTML
Hypertext Markup Language oder kurz HTML ist eine Auszeichnungssprache mit denen Dokumente bzw. deren Inhalte strukturiert werden. Die derzeitige HTML Version ist HTML 4.01 und hat schon seit 1999 Bestand. Entgegen vieler falscher Aussagen wird HTML nicht programmiert, HTML ist also keine Programmiersprache.


XML
Auch XML gehört zu den sogenannten Auszeichnungssprachen – XML steht für Extensible Markup Language. Während jedoch bei HMTL die Trennung von Inhalt und Design nicht vorgeschrieben ist, wird dies bei XML zwingend verlangt.
Ebenso kann XML als Datenbank verwendet werden. XML ist in seiner Syntax strenger definiert als HTML. Man muss aber fairerweise sagen, dass XML von Beginn an zur Strukturierung von Daten geplant war und HTML in ihrer weiteren Entstehungsgeschichte eher für die Gestaltung konzipiert wurde.

XHTML
Hier schließt sich der Kreis. Extensible HyperText Markup Language, kurz XHTML ist eine Auszeichnungssprache, die im Jahr 2002 aus einer Neuformulierung von HTML 4.01 entstand.
XHTML enthält alle Elemente von HTML 4.01, richtet sich aber nach der strengen Syntax von XML. Die aktuellste Version ist XHTML 1.1, verwendet wird aber von den meisten Webdesigner XHTML 1.0.
Dies hat einen einfachen Grund, XHTML 1.0 ist abwärtskompatibel zu alten Browsern, während dies bei XHTML 1.1 nicht der Fall ist.

PHP
PHP ist eine der bekanntesten Skriptsprachen im Web zur Erstellung von dynamischen Websites. PHP steht für Hypertext Preprocessor.
Gerade in Kombination mit Datenbanken können mit PHP umfangreiche Webprojekte realisiert werden. PHP wird im Klartext auf dem Server gespeichert und auch nur dort ausgeführt. Den eigentlichen PHP-Code kann der potentielle User im Browser nicht lesen. Im Browser erfolgt die Ausgabe zumeist als HTML bzw. XHTML.

MySQL 
MySQL ist ein relationales Open Source Datenbanksystem. Damit kannst Du Daten speichern und natürlich wieder abrufen. MySQL wird oft in Kombination mit PHP eingesetzt

JavaScript
Das Erste, was Du gleich verinnerlichen solltst – JavaScript ist nicht Java. Java ist eine objektorientierte Programmiersprache während JavaScript eine Skriptsprache ist, die im Browser ausgeführt wird und dazu dient, dynamische und interaktive Elemente in die Website einzubinden. Mit JavaScript können z.B. Eingaben in Formulare überprüft werden.

AJAX
AJAX ist die Kurzform für „Asynchronous JavaScript and XML“. Bei AJAX erfolgt die Datenübertrag zwischen dem Server und dem Brwoser asynchron (zeitlich versetzt). Durch die asynchrone Übertragung können HTTP-Anfragen an den Server gestellt und die Webseiteninhalte verändert werden, ohne die Website komplett neu zu laden. Es werden nur die Teile der Webseite neu geladen, die sich auch verändert haben. Dies bringt eine erhebliche Benutzerfreundlichkeit mit sich, da der User nicht warten muss, bis die komplette Website geladen wurde.
CSS Cascading Style Sheets dienen der Formatierung und dem Layouting von HTML / XHTML oder anderen Dokumenten. Mit CSS können Farben, Abstände, Größen und Positionen einzelner Elemente auf einer Website festgelegt werden.

Jetzt-informieren-rot-animiert.gif